Die Schwerhörigkeit: Ursachen und Entstehung

von Prof. Dr. Dr. H.P. Zenner | Universitäts-HNO-Klinik-Direktor a.D. | HNO München-Innenstadt

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In seiner Privatsprechstunde ist Prof. Zenner auf Schwerhörigkeit spezialisiert. In Deutschland ist Schwerhörigkeit häufig: 20% der erwachsenen Bevölkerung leiden daran. Bei Männern über 65 Jahren sind es sogar 50%. Die Schwerhörigkeit ist fast immer auf eine Erkrankung des Mittelohres oder des Innenohres zurückzuführen. Das Mittelohr besteht aus Trommelfell, Hammer, Amboss und Steigbügel. Das Innenohr ist die so genannte Hörschnecke, in der sich vor allem die Hörsinneszellen mit ihren Sinneshärchen befinden.

Innenohrschwerhörigkeit
Die häufigste Urache ist eine Innenohrschwerhörigkeit. Dazu gehört auch der sog. Hörsturz. Je nach Situation stehen Medikamente, Hörgeräte oder Hörimplantate zur Verfügung, zu deren Entwicklung Prof. Zenner z.T. federführend beigetragen hat.

Zum Hörsturz können Sie sich einen kurzen Videoclip von Prof. Zenner anschauen:

Freizeitlärm
Bei einem Lärmpegel über 90 dB erhöht sich die Gefahr eines Gehörverlustes. In München entstehen beim Fahren im offenen Cabriolet mit 110 km/h bereits 89 dB. Auch Motorräder erzeugen Lärmpegel über 100 dB, wobei bei einer Geschwindigkeit von 60 km/h Lärmpegel von 75-90 dB und bei 100 km/h von 103-116 dB entstehen. Ein Helm vermindert die Lärmpegel nur um 3-5 dB. Im Fitnesscenter wird die Musik oft auf 100-110 dB hochgeregelt, obwohl 70-80 dB nicht überschritten werden dürfen. Auch im Kino finden sich Lautstärken von 74 dB mit Lärmspitzen von 93 dB; nicht selten werden Lärmpegel von über 80 dB in 30 Prozent aller Fälle über 3 Stunden hinweg gemessen. In einem Fußballstadion entstehen durch begeisterte Fans und Lautsprecheranlagen bis zu 117 dB, sodass auch ein einziger Stadionbesuch zu bleibenden Hörschäden führen kann.

Beruflich bedingter Lärm
Durch Lärm von Sirenen oder Motorengeräusche sind vor allem Feuerwehrleute zu 32,8 Prozent mit Hörschäden belastet. Insbesondere die Dauer der Arbeit führt bei 45 Prozent der LKW-Fahrer zu einer Hörverminderung. Bei Chemiearbeitern kann eine Schädigung des Gehörs bei gleichzeitiger Schädigung durch Lärm und Chemikalien wie Pestiziden, Unkrautvernichtungsmitteln, Säuren und Metallen auftreten. Handwerker oder ein Arbeiter sind einer Gefahr für das Hörorgan ausgesetzt, wenn die Lärmpegel erhöht sind, wie bei Zimmermann, Krankenwagenfahrer, Holzfäller mit Kettensäge, Fluglotse (jeweils 110-140dB), Müllmann, Bauarbeiter und Landschaftsgärtner (jeweils 85-100 dB). Auch Landwirte sind hohen Lärmpegeln ausgesetzt, sodass in diesen Berufen beim Arbeiten im Lärm ein Tragen von Lärmschutzkapseln dringend angeraten werden muss. Insbesondere bei Bau- und Metallarbeitern treten durch mehrere Lärmpegel sehr hohe Schalldrucke auf, die zu einer deutlichen Zunahme der Lärmschwerhörigkeiten führen, wenn nicht ausreichender Gehörschutz getragen wird. So ist der Hörverlust durch Lärm am Arbeitsplatz einer der häufigsten Berufskrankheiten. Auch viele Büroangestellte sind am Arbeitsplatz starkem Lärm durch Computer, Drucker und Telefonen ausgesetzt, sodass die Lärmobergrenzen auf 96 dB/A begrenzt sein sollten, ansonsten nimmt neben dem Gehörvermögen auch die Gehör-Leistungsfähigkeit entsprechend ab. In Großraumbüros wird deshalb vermehrt eine Sound-Maskierung eingesetzt, um Geräusche zu überdecken. Auch intelligente Kommunikationssysteme, die sich den jeweiligen akustischen Situationen anpassen, mit Filtertechnologien und entsprechender Signalerarbeitung werden zunehmend erforscht. Da Kinder und Jugendliche sehr viel Lärm machen, sind auch Lehrer erheblichen Lärmbelastungen ausgesetzt.

Tumor des Hörnerven
Ein sog. Akustikusneurinom zwischen Ohr und Gehirn kann auch Ursache eines Hörverlustes sein. Wir beraten Sie gerne bezüglich der Therapie.


Mittelohr und Trommelfell
Eine weitere häufige Ursache für Schwerhörigkeit sind Störungen der Gehörknöchelchen oder des Trommelfells. In vielen dieser Fälle kann dann eine mikrochirurgische Operation helfen. Bei vielfacher Vergrößerung werden mit kleinsten Instrumenten mit Durchmessern von weniger als einem Millimeter Entzündungen und Tumoren aus dem Mittelohr entfernt und zerstörte Teile des Ohres wieder aufgebaut. Prof. Zenner hat dazu die sog. TTP-Titanprothesen als künstliche Gehörknöchelchen entwickelt. Ihre Anwendung ist heute Standard in Europa und in den USA.

Beethovens Taubheit
Auch Beethoven litt an einer Schwerhörigkeit und vor seinem Tode an Taubheit: sind Sie daran interessiert, so klicken Sie diesen Clip von Prof. Zenner über Beethovens Taubheit an:

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